Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Symptome durch Nahrungsmittel
Ich vertrage bestimmte Nahrungsmittel nicht. Bin ich krank?
Bestimmte Nahrungsbestandteile können krank machen. Bei empfindlichen Personen können manche Nahrungsmittel Durchfälle, Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen, Hautausschläge, Hitzegefühl, Übelkeit, Erbrechen verursachen.
Meiden Sie diese Nahrungsmittel. Sie fühlen sich dann nach dem Essen besser. Essen Sie ‚bekömmliche’ Nahrungsmittel.
Gibt es bleibende Schäden durch den Genuss bestimmter Nahrung?
Eine Entzündung des Darms mit Gewichtsabnahme, Knochenschwund, Eisenmangel und Muskelkrämpfen sind Zeichen einer ‚Weizenallergie’. Übergänge in eine bösartige Erkrankung werden beobachtet (Lymphom).
Wenn Sie die Einnahme von Gluten-haltiger Nahrung meiden, heilt die Entzündung aus. Die Einhaltung einer Diät ist unter diesen Voraussetzungen die Behandlung der Erkrankung.
Sind Nahrungsmittelallergien häufig?
Echte Nahrungsmittelallergien sind selten.
Eine Nahrungsmittelallergie kann heftige Durchfälle, Atemnot und Herzrasen verursachen. Sogar Todesfälle sind beschrieben (Erdnussallergie). Eine ausführliche Allergietestung und bei bestätigter Allergie die konsequente Vermeidung der entsprechenden Nahrungsmittel/Nahrungsbestandteile können einen „allergischen Schock“ vermeiden.
Bei Genuss bestimmter Nahrungsmittel leide ich an Hautausschlägen, Durchfällen, Übelkeit und Bauchkrämpfen. Eine Allergie ist NICHT nachweisbar.
Bestimmte Nahrungsmittel verursachen Symptome, die sich NICHT auf eine Erkrankung zurückführen lassen.
Pseudoallergische Reaktionen sind möglich bei:
- hohem Histamingehalt: Käse, Thunfisch, Sauerkraut, Wurst
- hohem Serotoningehalt: Bananen
- hohem Tyramingehalt: Käse, Hering, Chianti, Hefe
- hohem Phenylethylamingehalt: Schokolade
Freisetzung von Histamin OHNE beweisbare Allergie:
Mehr histaminhältige Nahrung = mehr Symptome!
U. a. in Tomaten, Schokolade, Fisch, Ananas, Alkohol, Käse, Vergorenem wie Sauerkraut oder stark hefehältigen Nahrungsmitteln.
Prinzipiell gilt: Je frischer, desto besser.
Ich neige zu Gräserallergie. Habe ich auch eine Allergie gegen Nahrungsmittel?
Bei nachgewiesener Allergie gegen bestimmte Gräser sind auch Allergien gegen Nahrungsmittel möglich!
| Birke | Apfel, Haselnuss, Mandel, Birne, Kirsche, Kiwi, Pfirsich |
| Gräser | Tomate, Melone, Erdnuss, Sojabohne |
| Beifuß | Sellerie, Karotte, Dill, Oregano, Kümmel, Koriander, Paprika, Petersilie, Basilikum |
| Platane | Melone |
| Ölbaum | Ananas, Ascorbinsäure, Kren, Olive |
| Ambrosia | Apfel, Honig, Melone, Banane, Gurke |
| Pinie | Pinienkern |
Welche Lebensmittel sind die häufigsten Ursachen von Bauchschmerzen, Durchfällen und Bauchkrämpfen?
Die häufigsten Bestandteile, die Beschwerden verursachen, sind Laktose, Fruktose und Sorbit.
Ist eine Unverträglichkeit häufig?
Diese Zucker sind häufig und in großer Menge in unserer täglichen Ernährung vorhanden. Ihre Unverträglichkeit ist häufig.
Ernährungstipps
Ernährung bei Laktoseintoleranz
Eine laktosearme oder laktosefreie Ernährung lindert Beschwerden spürbar. Milchprodukte sollten reduziert oder ersetzt werden, z. B. durch Soja- oder Hafermilch. Viele Käsesorten sind gut verträglich, Laktasepräparate können zusätzlich helfen.
Fruktoseunverträglichkeit
Fruktoseunverträglichkeit ist keine Krankheit, kann aber Blähungen oder Bauchschmerzen verursachen. Eine fruktosearme Ernährung und der Verzicht auf zuckerfreie Produkte lindern die Symptome zuverlässig.
Sorbitintoleranz
Sorbit, ein häufiger Zuckeraustauschstoff, kann Blähungen oder Durchfall verursachen. Er steckt in Diätprodukten und manchen Obstsorten. Durch das Meiden sorbithaltiger Lebensmittel lassen sich Beschwerden gut vermeiden.
